LEONA im Senegal

LEONA Senegal

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Ziel des Projektes in der ehemaligen Hauptstadt des Senegal, Saint-Louis, ist es insbesondere jungen Frauen und Kindern Zugang zu Bildung und Berufschancen zu geben und damit der Armut etwas entgegenzusetzen. So beherbergt das im Jahr 2002 errichtete Zentrum Keur Mame Fatim Konté mehrere Ausbildungslehrgänge wie Frisieren, Schneidern und Restaurantfach, aber auch einen Kindergarten, der die Kinder auf die Schule vorbereitet. Darüber hinaus bietet das Zentrum Alphabetisierungskurse für Straßenkinder an.

Hunderte junge Frauen haben die Ausbildung bisher mit einem Zertifikat abgeschlossen und etwa 80 Prozent von ihnen können mit dem Erlernten einen Beitrag zum Einkommen ihrer Familien leisten. Jedes Jahr werden etwa 30 Kinder eingeschult und zählen in den öffentlichen Schulen stets zu den Klassenbesten. Sogar einige Straßenkinder konnten in die Regelschule überführt werden. Das Projekt LEONA wird seit über 20 Jahren von SEARA-Mitglied Rita Diop begleitet und wurde über viele Jahre maßgeblich von HelpAlliance e.V. finanziert, eine Mitarbeiter-initiative der Deutschen Lufthansa AG. Rita steht auch heute noch mit den Verantwortlichen Vorort in engem Kontakt und ist selbst regelmäßig vor Ort (wenn es die Corona-Pandemie wieder erlaubt).

 

2018 erhielt das Projekt erstmals eine finanzielle Förderung von SEARA in Höhe von 15.000€. Ein Teil des Beitrags wurde für die Renovierung und die Anschaffung von Spielgeräten für den Kindergarten verwendet. Nun können die Kinder ihre Pausen im Hof in vollen Zügen genießen und haben viel Spaß. Außerdem wurden mobile Einheiten für das Friseurhandwerk angeschafft, damit die Auszubildenden ihre Dienstleistungen auch außerhalb der Einrichtung, vorrangig in der Universität von St. Louis, anbieten können. 

Der weitaus größte Teil der Mittel von SEARA wurde für die Renovierung des Zentrums Keur Fatim Konté eingesetzt, so dass sich das Zentrum nun gut präsentieren kann. So haben die GIZ und die spanische Hilfsorganisation Open Arms einen guten Ort für Trainings von jungen Leuten vorgefunden. Der große Saal wird allem an Wochenenden für Seminare und Vorträge genutzt. Die bequemen Stühle, die angeschafft wurden, werden häufig vermietet – ein gutes Geschäft im Senegal. Durch die Erträge aus der Vermietung wurde eine Einnahmenquelle geschaffen, die zur Finanzierung der Einrichtung beitragen kann. Dies ist vor allem vor dem Hintergrund wichtig, dass der Hauptsponsor zum Ende des Jahres 2020 seine regelmäßige Förderung wie angekündigt eingestellt hat. Daher richtet sich nunmehr neben der Fortführung der Bildungsangebote für junge Frauen und Straßenkinder alle Aufmerksamkeit der Projektverantwortlichen darauf, Geldgeber zu finden, die ermöglichen, das seit 2002 erfolgreiche Projekt fortzusetzen.

Im Frühjahr 2020 wurden dem Projekt Leona 10.000€ von SEARA e.V. zur Verfügung gestellt. Dafür wurden u.a. für den Kindergarten Tische und Stühle sowie für die Catering-Dienstleistungen des Restaurantfachs drei Kühlschränke angeschafft. Mit dem Löwenanteil dieses Betrages (ca. 7000€) wurde im Erdgeschoss ein Computerraum behindertengerecht eingerichtet. Dort können nun körperliche behinderte Studenten barrierefrei an Computerschulungen teilnehmen und das Siebdruckhandwerk erlernen. Für diese Dienstleistung gibt es im Senegal einen großen Markt, so dass damit auch weitere Einnahmen für das Zentrum generiert werden können.

Im Jahr 2021 flossen 23.000€ von SEARA e.V. in das Projekt Leona. Mit diesem Betrag wurde die Ernährung der Kindergartenkinder gesichert und Schulungsmaterialien für die drei Ausbildungsbereiche angeschafft. Damit wurde ein Teil der Finanzierungslücke geschlossen, die durch die Reduzierung der finanziellen Unterstützung des langjährigen Hauptsponsors entstanden ist.